Technik Roboter

Robotertechnik

Während Roboter vor einigen Jahrzehnten noch Science Fiction waren, sind sie heute nicht mehr wegzudenken. Roboter werden in der Medizin sicher nicht so aussehen, aber schon heute sind sie aus dem Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Stillroboter sollen das Pflegepersonal bei der Arbeit unterstützen. Industrieroboter: Lebewesen aus Stahl. Die Roboter sind fast überall.

Rechner und Roboter - Technik

Und was ist ein Roboter? Der Begriff "Roboter" leitet sich von der böhmischen " Roboter " ab, was soviel wie " corvée " bedeutet. In seinem Stück Rossum's Universal Robots (R.U.R.) benannte der böhmische Autor Karel ?apek die Maschinenmänner im Jahr 1920. Im Theater werden sie in Tanks angebaut, um die Menschen in der Wirtschaft zu ersetzen.

Das Wort "Roboter" fand seinen Weg in viele Weltsprachen. Die Roboter wurden in den 40er Jahren durch die Geschichten von Isaac Asimov berühmt. Der Roboter ist eine Maschine, die sich unabhängig voneinander bewegt und unterschiedliche Aufgaben erfüllt. Damit unterscheiden sich Roboter von fernsteuerbaren Geräten, die von Menschen gesteuert werden müssen - und daher nicht unabhängig sind.

Sie sind auch keine Roboter, weil sie nur eine Aufgabe erfüllen. Außerdem gilt der Rechner nicht als Roboter, weil er sich nicht bewegt. Bereits in vorchristlichen Zeiten entwickelten die griechischen Bürgerinnen und Bürger Maschinen, die ohne direkten menschlichen Eingriff arbeiten konnten. Die erste Wasseruhr wurde 270 v. Chr. gebaut.

Jahrhunderts wurde in Bagdad das geniale Gerätebuch "Kitab al-Hiyal" geschrieben, das mehr als hundert Verkaufsautomaten beschreibt. Eine besondere Problematik bei der Neuentwicklung von selbständig laufenden Anlagen ist die Einweisung. Mit Hilfe von Lichtschranken, die es erlauben, Helligkeitsunterschiede zu erfassen, wurde der erste Sehroboter geschaffen.

So konnten die bekannten Roboterschildkröten Élsie und Élmer die Quelle finden, die ihre Ladestationen zum ersten Mal 1950 ausmachte. Die US-Forscher der University of California haben einen Roboter mit dreidimensionaler Sicht und der Fähigkeit, Tücher zu falzen und übereinander zu legen, in der Hand. Mit Hilfe von zwei Fotoapparaten im Roboterkopf wird ein räumliches Abbild der Umwelt erzeugt.

Damit sich Roboter in einem ihnen unbekannten Zimmer fortbewegen können, ohne an die Wand zu stößt. Roboter, die hörbar sind, gibt es auch schon seit mehreren Jahren. Mit Hilfe eines Sprach-Synthesizers konnte der Roboter hoeren, schauen, fuehlen, gehen und sprechen, so dass seine Programmierer die Klugheit eines 18 monatigen Kinds nachweisen.

Das Tastgefühl von Roboter hat sich in den letzten Jahren ebenfalls deutlich gebessert. Roboter können nun die rohen Hühnereier und Fläschchen fassen, ohne sie zu verletzen. Roboterforscher der TU München haben eine künstliche Haut geschaffen, mit der die Roboter Kontakt aufnehmen und Hindernisse umgehen können. So haben Gerald E. Loeb und Jeremy A. Fishel von der University of Southern California eine künstliche Hand entworfen, deren Hände mit so sensiblen Fingern ausgerüstet sind, dass sie verschiedene Stoffe aufspüren.

Roboter wurden in den 1960er Jahren, 20 Jahre nach ihrer Gründung durch Asimow, zum ersten Mal in der Wirtschaft verwendet. Nur 20 Jahre später wurde der Robotereinsatz in der Automobilproduktion zur Selbstverständlichkeit. Andere Industrien setzen ebenfalls Roboter ein. In Chemiebetrieben beispielsweise gibt es Automatisierungslinien, die komplette Arbeitsprozesse abarbeiten.

Roboter führen heute in vielen Gebieten Aktivitäten aus, die der Mensch weniger präzise, langsam oder gar nicht ausführt. Nach sieben Monaten Flugzeit landet die Drohne des unbemannten Pathfinders 1997 ihr erstes Roboter-Fahrzeug (Sojourner) auf dem Marsmarsch, das für die extremsten Klimabedingungen auf dem Red Planet ausgerüstet ist. Der bis dato teurste Roboter der NASA landet anfangs august 2012 auf dem Marsmarkt.

Die mit modernster Technik ausgestattete Marsrover Neugierde soll nun die Oberfläche des Mars erforschen und Information über die Bodenzusammensetzung und die Erdatmosphäre auf dem Mars zur Verfügung stellen. Doch auch für andere Anwendungen im Weltraum sind Roboter unverzichtbar. Roboterwaffen unterstützen die Arbeit auf der Weltraumstation ISS und beheben fehlerhafte Sendungen. Auch die Erkundung der Meere ist ohne Roboter nicht denkbar.

Der Roboter Jason Junior erforschte 1986 das Schiffswrack der Titans zusammen mit dem besetzten Tiefsee-Tauchboot Alvin in einer Wassertiefe von 3965m. Roboter können auch Menschen in Krisenregionen dienen. Zur Bombendeaktivierung sind die Roboter oft mit einem tief liegenden Chassis und einem freischwenkbaren, fernbedienbaren Schwenkarm ausgerüstet. Die Roboter widerstehen kleinen unbeabsichtigten Ausbrüchen.

Zu all diesen Einsatzmöglichkeiten kommen nun noch viele weitere Anwendungsbereiche für Roboter hinzu. Egal ob im Hausgebrauch als Sauger, im OP, im Büro oder im Kinderzimmer: Roboter sind Teil des täglichen Lebens.

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